Der Lohnsteuerjahresausgleich – fachgerecht und schnell

Zu Anfang eines jeden Jahres werden Arbeitnehmer und Angestellte, die einer nicht selbstständigen Tätigkeit nachgehen, vor die Entscheidung gestellt, einen Lohnsteuerjahresausgleich, heute genannt „Einkommensteuererklärung“, vorzunehmen oder nicht. Die meisten von ihnen sind sogar dazu verpflichtet, nur wer auf seiner Lohnabrechnung / Gehaltsabrechnung ein sehr geringes Einkommen aufweist oder keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, kann darauf verzichten. In diesem Fall muss jedoch beim zuständigen Finanzamt ein „Antrag auf die Befreiung von der Pflicht zum Lohnsteuerjahresausgleich“ gestellt werden. Für alle anderen gilt die Jahresbruttoverdienstgrenze von 8.130 Euro für Singles und 16.260 Euro für verheiratete Paare für 2013 Für das Jahr 2014 liegt die Verdienstgrenze für Singles bei 8.354 Euro und bei 16.708 für Ehepaare.

Die Fristen für die Abgabe

Da der Lohnsteuerjahresausgleich rückwirkend für das letzte abgelaufene Kalenderjahr durchgeführt wird, haben Arbeitnehmer Zeit bis zum 31. Mai des Folgejahres. Nach Ablauf dieser Frist wird seitens des Finanzamtes eine Aufforderung an jeden verschickt, der bis dahin keinen Lohnsteuerjahresausgleich vorgenommen hat. In einer solchen Aufforderung wird auch ein konkreter Termin benannt, bis zu dem der Antrag eingereicht werden muss. Kommt der Arbeitnehmer dieser Aufforderung nicht nach, können Konsequenzen in Form von Steuerschätzung oder Bußgeld drohen. Es ist durchaus möglich, das Finanzamt zu bitten, diese Frist zu verlängern. Wir haben als Steuerberater grundsätzlich die Möglichkeit, die Steuererklärung bis zum Ende des Folgejahres durchzuführen.

Bei möglicher Rückerstattung umgehend einreichen

Wer aufgrund der Erfahrung der vorangegangenen Jahre mit einer Erstattung aus dem Lohnsteuerjahresausgleich rechnen kann, sollte den Antrag möglichst frühzeitig einreichen. Zwar haben die Finanzämter zu Anfang eines Jahres aus diesem Grund ein höheres Bearbeitungsaufkommen, trotzdem lohnt es sich, schnell zu sein. Sollte eine Nachzahlung in Aussicht stehen, könnte die Fristverlängerung wie eine Schonfrist genutzt werden, um eventuell durch Ansparen dem Nachforderungsbescheid entgegenzukommen. Wenn Sie unsere fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen, können Sie sicher sein, dass auch alle Möglichkeiten ausgenutzt werden, die Steuerlast entsprechend zu senken.

 

Weiterführende Themen: Lohnbuchhaltung, Lohnsteuerjahresausgleich